Planen macht Spaß!

Wer in den letzten drei Jahren meine Blogs gelesen hat, weiß ein wenig, wie ich ticke. Er/sie weiß, dass ich, wenn vermeidbar, möglichst wenig dem Zufall überlasse. Einige (oder sogar viele?) entdecken vielleicht gerade im Ungeplanten oder Unplanbaren den besonderen Reiz. Für mich ist das nichts!

 

Ich plane früh genug Flüge oder Züge, um Geld zu sparen. Ich plane meine Etappenziele (siehe Etappen) und Ruhetage, um einen Überblick über die Dauer meiner Reise zu bekommen. Ich plane die Buchungen meiner Unterkünfte (siehe Unterkünfte), um schon am Morgen eines Wandertages sicher sein zu können, wo ein Bett auf mich wartet. Ich tummle mich in Reise- bzw. Wanderführern und im weltweiten Netz (siehe Links), um eine Vorstellung von den Landschaften, Städten und Dörfern zu bekommen, die ich durchstreifen werde (siehe Der Weg). Ich kaufe mir Wanderkarten oder drucke mir am Computer welche aus und wandere mit dem Finger und mit der Nase auf diesen Karten die Strecke schon mal im Geiste vor (siehe Literatur).

 

Die Planung im Hinblick auf meine körperliche Fitness ist wieder mal hervorragend, die Umsetzung von der Planung in die Praxis allerdings äußerst unzulänglich. Das körperliche Training kommt wohl mal wieder zu kurz, aber eigentlich weiß ich, was ich meinem Körper zutrauen kann. Gesundheitlich fühle ich mich gut, die Ärzte sind zufrieden, mein Körpergewicht schreit jedoch nach Fettverbrennung. Einige Tagestouren werde ich mir bis zu meinem Start noch auferlegen, der Muskelkater am Anfang soll nicht allzu schlimm ausfallen. Ich hoffe, die Fitness kommt auf dem Weg.

 

Konsolidierungsmaßnahmen meiner Haushaltskasse waren im Verlauf des Jahres erfolgreich, so dass die Finanzen zwar wieder eine Herausforderung darstellen werden, aber kein unlösbares Problem. Schottland ist nicht gerade ein preiswertes Reiseland und die angekündigten Unterkunftskosten ließen mich schon mal stirnrunzelnd die Backen aufblasen. Beim Essen und Trinken kommt es darauf an, was man sich gönnen will oder eben nicht. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich damit umgehe. Auf keinen Fall werde ich verhungern oder verdursten.

 

Große Überlegungen zu Kleidung und Ausrüstung muss ich nicht mehr anstellen, hier kann ich bedenkenlos auf die Checklisten meiner letzten Langzeitwege zurückgreifen. Pakete mit Dingen, die ich erst später benötige (Reiseliteratur, Wanderkarten, Ersatzkleidung, Medizin u.ä.) lasse ich mir wieder nachschicken, nicht (mehr) Notwendiges sende ich von unterwegs wieder nach Hause zurück. Damit hoffe ich, das Packgewicht in meinem Wheelie zu minimieren. Wer genau wissen will, was in den Wheelie kommt, liest unter Rein in den Wheelie!.

 

Nicht geplant habe ich das Wetter. Aber da soll mir auch erstmal einer zeigen, wie das geht.